1980er Jahre
Erste Überlegungen der Stadt zur U2-Verlängerung.


1998
Die Voruntersuchung zur Weiterführung der Stadtbahnlinie U2 in mehreren Varianten beginnt. Die Untersuchungen zur Verlängerung der U2 bis zum Bahnhof Bad Homburg werden wiederaufgenommen. Acht Varianten stehen zunächst zur Auswahl.


2002/2003
Die Stadtverordnetenversammlung Bad Homburg beschließt die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens weiterführend zu prüfen.


2004/2005
Zum Nachweis der Wirtschaftlichkeit wird eine Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) für drei verbleibende Varianten in der ersten Stufe erarbeitet. Im Folgejahr beginnt die Erarbeitung und
Abstimmung der NKU für die gefundene Vorzugsvariante (heute planfestgestellte Variante) in der zweiten Stufe.


2007/2008
Die Vorplanungen für die Vorzugsvariante beginnen. Das Hessische Landesamt für Straßen und Verkehrswegen bestätigt die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens und schafft so eine wichtige Voraussetzung für die Förderung mit öffentlichen Mitteln. Die Erarbeitung der Planfeststellungsunterlagen beginnt. Insbesondere die Schall- und Baugrundgutachten werden erstellt.


2009/2010
Neue Fahrgastprognosen liegen vor. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung wird nochmals aktualisiert und die Planfeststellungsunterlagen überarbeitet. Die erste Bürgerinformationsveranstaltung zu den Planungen findet statt.


2011
Die Stadt Bad Homburg stellt beim Regierungspräsidium den Antrag auf Planfeststellung. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt haben die Möglichkeit, Einsicht in die Planunterlagen zu nehmen. Auch die Träger öffentlicher Belange, insbesondere Behörden, werden beteiligt. Die zweite Bürgerinformationsveranstaltung wird in Gonzenheim ausgerichtet.


2012/2013
Auf einem Erörterungstermin werden jeder eingereichte Einwand und jede Stellungnahme behandelt und in Form einer Erwiderung beantwortet. Zudem werden im Bahnhofsumfeld ansässige Unternehmen auf einer Veranstaltung über das Vorhaben informiert. Die Planungsunterlagen werden auf Grundlage der eingereichten Einwendungen und Stellungnahmen überarbeitet. Dabei wird auch der sogenannte „Fiktiventwurf“ erarbeitet und bewertet. Die Variante sieht eine höhengleiche Querung der Gotenstraße ohne Tunnelabschnitt vor.


2014/2015
Bürgerinnen und Bürger können Einsicht in die überarbeiteten Planungsunterlagen nehmen. Bürgersprechstunden werden im Rathaus Bad Homburg angeboten. Die sogenannte „Süd-Variante“ der Naturschutz- und Umweltorganisation BUND und des Ortsverbands Bad Homburg wird untersucht. Im Jahr 2015 erfolgt eine erneute Prüfung des „Fiktiventwurfs“ und der „Südvariante“. Die bisherige Vorzugsvariante schneidet im Vergleich weiterhin am besten ab.


2016
Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilt den Planfeststellungsbeschluss zur Verlängerung der U2. Der Planfeststellungsbeschluss wird im Rathaus Bad Homburg ausgelegt und ist für jeden einsehbar. Die Kostenberechnung wird nochmals aktualisiert. Zwei Klagen sind gegenwärtig anhängig beim Verwaltungsgericht Hessen. Beklagt wird dabei das Land Hessen.


2017/2018
Die Kostenberechnung der Stadt wird durch ein unabhängiges Büro auf ihre Plausibilität geprüft und bestätigt. Die Hessische Landesregierung kündigt die Unterstützung des Projekts durch eine erhöhte Förderung an.


28. Oktober 2018
Der Bürger hat die Wahl! Über die Verlängerung der U2 wird in einem Bürgerentscheid abgestimmt.

70,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten für die U2-Verlängerung, 29,7 Prozent stimmten dagegen. Die Verlängerung der Stadtbahnlinie U2 von Gonzenheim an den Bahnhof Bad Homburg kann somit gebaut werden.